Das Töpfern ist wohl eine der ältesten Handwerkskünste in der Geschichte der Menschheit, wie alt, das lässt sich kaum mehr genau bestimmen. Es wurden bei diversen Ausgrabungen Exponate freigelegt, die mehrere tausend Jahre darauf gewartet hatten, wiederentdeckt zu werden. Zum Teil befanden sie sich in einem hervorragenden Zustand.

In vielerlei Hinsicht hat sich die Technik als solche kaum verändert, insbesondere dort, wo noch mit echter traditioneller Handwerkskunst gearbeitet wird. In den großen industriellen Produktionsstätten jedoch hat selbstredend der technische Fortschritt so einiges möglich gemacht, doch fehlt diesen Stücken immer das gewisse Extra.

Die Handarbeit lebt weiter

Jedes Werk, das eine klassische Töpferei verlässt, ist in gewisser Weise ein Unikat. Selbst wenn in größeren Brennereien mit festen Design-Formen und anderen Automatisierungen gearbeitet wird, sorgt am Ende der Brennvorgang für die Individualisierung. Eine ungleichmäßig aufgetragene Farbe und die teils nicht unerheblichen Temperaturunterschiede innerhalb des Ofens sorgen für eine vollkommen individuelle Optik.

Eine schön eingedeckte Tafel erhält durch solche Töpferarbeiten einen völlig neuen Glanz, wirkt edel und bodenständig zugleich. Ein Trend, der sich auch in anderen Bereichen immer mehr auszubreiten scheint. Zurück zu den Wurzeln, aber mit Stil, lautet die Devise des aktuellen Zeitgeistes.

Auch die kleineren Geschäfte profitieren davon

Solche individualisierten Design-Produkte werden vornehmlich in kleineren Geschäften verkauft. Ein geschmackvoll eingerichtetes Ladenlokal, bei dem die Inhaberin oder der -inhaber persönlich berät, hebt den Wert der Töpferwaren deutlich an.

Hier lassen sich die Töpferarbeiten deutlich glaubwürdiger verkaufen als bei einem Möbelgiganten oder dem Discounter. Die Verkaufszahlen belegen diesen Trend seit vielen Jahren und es darf davon ausgegangen werden, dass er weiter anhält. Damit es in Zukunft weiter so rosig läuft, ist es für die Töpfereien enorm wichtig, mit neuen Designs und Ideen aufzuwarten. Die Designer sind darauf angewiesen, immer wieder andere Formen zu entwerfen und neue Einsatzgebiete für Töpferwaren zu finden, damit die jahrtausendealte Tradition noch viele weitere Epochen fortleben kann.